Aktuelle Pressemitteilung des Würzburger Ombudsrats

19.05.2021

„Pictures from Moria“-Ausstellung in Würzburg

Würzburger Schaufenster-Galerie ermöglicht künstlerischen Zugang zu Menschenrechten, Flucht und Europa

Der Würzburger Ombudsrat und das Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage e.V. holen die Ausstellung „Pictures from Moria – a travelling exhibition by refugees“ vom 25.05-20.06.2021 in die Schaufenster Würzburgs. Die Kunstwerke kommen von der europäischen Außengrenze in die Mitte Würzburgs und erlauben den Besucher:innen einen einmaligen Einblick in den Alltag an einer der europäischen Außengrenzen.

Die Kunstwerke wurden von Künstler:innen aus den griechischen Flüchtlingslagern gestaltet und im Rahmen einer privaten Initiative entstand die Idee, eine Ausstellung zu kuratieren und den Künstler:innen eine Bühne für ihre Kunst in Europa zu ermöglichen. Die Initiative entstand kurz vor dem katastrophalen Brand auf Lesbos im September 2020 und wurde über diesen Zeitpunkt hinweg fortgeführt. So steht die Ausstellung auch für ein Zeitzeugnis: viele weitere Werke wurden bei dem Brand zerstört.
Die Bilder werden zum ersten Mal öffentlich in Würzburg zu sehen sein und später in verschiedene Städte Deutschlands, Österreichs und der Schweiz reisen. Dies ist dem Umstand zu verdanken, dass die Organisator:innen vom Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage und dem Würzburger Ombudsrat die Ausstellung als dezentrales Konzept planten und Würzburger Organisationen und Einzelhandel insgesamt 21 Schaufenster für die Werke zur Verfügung stellen. So holen die Veranstalter die Ausstellung corona-konform und (fast) unabhängig vom Pandemiegeschehen in die Europastadt Würzburg.

Die Menschen aus Moria erlauben uns mit „Pictures form Moria“ einen vielschichtigen Blick auf die Situation in den Flüchtlingslagern und zeigen sich vor allem als Künstler:innen. „Kunst aus Moria überall in Würzburg gibt uns Impulse und Perspektiven, über die Situation an den europäischen Außengrenzen nachzudenken und innezuhalten. Meistens sehen wir Bilder von Moria, die Presse oder Hilfsorganisationen machen. Nun dürfen wir Bilder sehen, die die Menschen selbst machen und uns so an ihrer Perspektive teilhaben lassen“, findet Burkhard Hose vom Würzburger Ombudsrat.

Durch die Bilder erhalten die Besucher:innen einen unmittelbaren Einblick in die Gedanken, Wünsche und Ideale der Menschen vor Ort. Mit jedem Bild taucht man tiefer in das Leben der Menschen ein und erhält einen Zugang zu den Themen Flucht und Migration, der in aktuellen Diskussionen oft verloren geht.

Oberbürgermeister Christian Schuchardt betont in seinem Grußwort, dass die Ausstellung „unseren Blick auf die unhaltbaren Zustände, die dort noch immer herrschen“ lenke und schreibt, er werde sich weiterhin dafür einsetzen, „dass die EU die humanen Werte, auf denen sie gründet, auch an ihren Außengrenzen vollumfänglich verwirklicht.“

Plakate mit einem visualisierten Stadtplan der Innenstadt weisen auf die Ausstellungsorte hin und können so bequem gefunden werden. Der Stadtplan kann auch auf www.wuerzburg-schauthin.de/ausstellung heruntergeladen werden. Zudem gibt es ein digitales Veranstaltungsprogramm, das mit einer Eröffnung am 27.05.2021 mit dem Titel „Moria & die Bilder, die wir sehen“ starten wird: Bei dieser Abendveranstaltung werden die Initiatorin und eine Künstlerin aus Lesbos mit uns sprechen und einen Einblick in die Entstehung und Hintergründe der Ausstellung geben. Anmeldung per Mail ist via ausstellung@zivilcourage-wuerzburg.de möglich.

„Die Ausstellung ist eine Einladung an alle Menschen in Würzburg, sich intensiver mit der Bedeutung von Menschenrechten in Europa und insbesondere mit ihrer Umsetzung auseinanderzusetzen. Wir laden alle Interessierten ein, dieser Einladung zu folgen, sich die Ausstellung anzusehen sowie am digitalen Rahmenprogramm teilzunehmen“,  sagt Karo Voráčková vom Sprecher:innenrat des Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage.

Die Ausstellung wird digital via Instagram @zivilcouragewue und Facebook @zivilcouragewuerzburg begleitet. Auf der Webseite www.wuerzburg-schauthin.de/ausstellung gibt es weiterführende Informationen zur Ausstellung und den Künstler:innen sowie ein Audio-Feature, welches die Stimmen, nach dem Brand von Moria einfing. Dieses kann auch parallel zum Rundgang durch die Ausstellung gehört werden.

Dank der Bereitschaft von Organisationen und Einzelhandel, ihre Schaufenster zur Verfügung zu stellen und durch eine Förderung von der Partnerschaft für Demokratie in Würzburg, im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, kann dieses Projekt realisiert werden.

Ausstellungsorte sind: Buchhandlung Knodt | Katholische Hochschulgemeinde Würzburg | Private Musikinstitute Christine & Dirk Höppner | Buchhandlung Neuer Weg | GesprächsLaden bei der Augustinerkirche | AWO AnsprechBar | VKU – Spitäle an der Alten Mainbrücke (Fenster – Rückseite) | Museum am Dom (Durchgang vom Kiliansplatz zur Domstraße) | Fachbereich Kultur Stadt Würzburg | Viertelkultur (Zellerau) | Buchhandlung erLesen (Grombühl) | Veggie Bros (beide Filialen) | TonArt Kreativraum | Habakuk-Men | Zeychen und Wunder | JDR Reisen | Weltladen Würzburg | Caritasladen | Bassanese Cafe am Dom | in der Marienkapelle |

21. März 2021

Würzburger Ombudsrat hat etwas gegen Diskriminierung: Neue Melde- & Kampagnenplattform „Würzburg schaut hin!“ geht online

Zum internationalen Tag für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung, dem 21. März, geht das neue digitale Angebot des Würzburger Ombudsrats, der unabhängigen Antidiskriminierungsstelle für Würzburg, online und richtet sich gegen jede Form der Diskriminierung und setzt mit Anlaufstelle und Beratungsangebot ein Zeichen für Zivilcourage.

Alle Menschen aus Würzburg, die Diskriminierung im Alltag erleben oder beobachten, können diese ab sofort online melden. Betroffene und Zeug:innen von Diskriminierung aller Art können innerhalb weniger Minuten auf der Meldeplattform „Würzburg schaut hin!“ (www.wuerzburg-schauthin.de) kostenfrei, vertraulich und bei Bedarf anonym Ungleichbehandlung melden und Beratung anfragen. Die unabhängige Antidiskriminierungsstelle berät, unterstützt, vermittelt auf Wunsch weiter und dokumentiert das Diskriminierungsgeschehen in Würzburg. Auf diese Weise werden diskriminierendes Handeln und auch gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die sich in Anfeindungen, Beleidigungen und Gewalt zeigen, sichtbar gemacht und Betroffene nicht allein gelassen.

„Mit der neuen Kampagnenseite ‚Würzburg schaut hin!‘ helfen wir, Diskriminierung einzuordnen und bieten Betroffenen einen geschützten Raum, um über das Erfahrene zu reden. Wir zeigen, dass Würzburg ein Ort ist, wo Diskriminierungserfahrungen ernstgenommen werden. Als solidarische Stadtgesellschaft schauen wir nicht weg, wenn in unserer Stadt Menschen in ihrer Menschenwürde verletzt werden. Wir schauen hin und laden alle in Würzburg ein, ebenfalls hinzuschauen“, sagt Stephanie Böhm, stellvertretende Sprecherin und Mitglied im Würzburger Ombudsrat.

Unter www.wuerzburg-schauthin.de können sich alle vertraulich melden, die Benachteiligung, Ausgrenzung oder Würdeverletzung aufgrund von (vermeintlicher) Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, sozialem Status, Behinderung, Alter und Religionszugehörigkeit oder anderer Zuschreibungen erfahren oder beobachtet haben. In einem mehrsprachigen Formular können Betroffene und Zeug:innen genaue Angaben zum Vorfall, Zeit, Ort und den beteiligten Personen machen. Daneben bietet die Seite Informationen zu Diskriminierung und Antidiskriminierungsberatung an.

„Die Webseite bietet ein barriereärmeres und niederschwelliges Angebot der Teilhabe im digitalen Raum, welches wir stetig weiterentwickeln möchten. Alle, die das Angebot nutzen und Diskriminierung melden, tragen zur Entwicklung einer diskriminierungssensiblen Stadtgesellschaft bei, in der alle gerne leben“, erklärt Burkhard Hose, Sprecher und Mitglied im Würzburger Ombudsrat.

Die Meldeplattform soll und kann polizeiliche Anzeigen, strafrechtliche Verfolgung oder zivilrechtliche Auseinandersetzungen nicht ersetzen. Diskriminierung ist eine Alltagserfahrung, weshalb Betroffene auch alltagsnah und niedrigschwellig erste Unterstützungsangebote finden sollen. Mit dem Start der digitalen Meldeplattform wird der Notwendigkeit nach einer Anlaufstelle Rechnung getragen, welche die Bedürfnisse und das Erlebte der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt und Ratsuchenden bei konkreten Schritten zur Einordnung ihres Rechts auf Gleichbehandlung und Respekt hilft.

Die neu ernannten Mitglieder im Würzburger Ombudsrat Julia Rath, Melissa Bey-Neuß und Jeremias Schuler freuen sich zum Start Ihrer ersten Amtsperiode die Kampagne „Würzburg schaut hin!“ mitgestalten zu können: „So kann dem Engagement Kontinuität verliehen werden, welches Harald Ebert, Natali Soldo-Bilac und Aron Schuster in der letzten Amtsperiode des Würzburger Ombudsrats mit angestoßen haben“, sind sich die neuen Mitglieder im Würzburger Ombudsrat sicher.

Finanziert wurde die Gestaltung der Meldestelle und Kampagnenarbeit auch durch eine Projektförderung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Der Würzburger Ombudsrat, die unabhängige Antidiskriminierungsstelle für Würzburg, wird durch die Stadt Würzburg finanziell gefördert, durch den Stadtrat ernannt und befindet sich in der unabhängigen Trägerschaft des Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage e.V.

Oktober 2020

Stellungnahme Würzburger Ombudsrat – unabhängige Antidiskriminierungsstelle für Würzburg zur “Masken”-Pflicht im Kontext von Behinderung und chronischer Erkrankung

Diskriminierung & Ausgrenzung vermeiden – mit Solidarität und Respekt durch die Corona-Krise

Den Würzburger Ombudsrat, die unabhängige Antidiskriminierungsstelle für Würzburg, erreichen in den letzten Wochen vermehrt Anfragen, von Menschen, die von Diskriminierung in Geschäften, bei Behörden oder in Arztpraxen berichten. Aufgrund von Krankheit oder Behinderung können sie keinen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Bundesweit werden ähnlich Betroffene durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes stetig begleitet: https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/ThemenUndForschung/Corona/FAQ/FAQ_node.html

Der Würzburger Ombudsrat distanziert sich ausdrücklich von Menschen, die versuchen, aus nicht-medizinisch notwendigen Gründen den Mund-Nasen-Schutz zu umgehen. Das Gefahrenpotenzial durch das neue Coronavirus ist unverändert hoch. Abstandhalten, Alltagsmaskentragen und die Einhaltung von Hygieneregeln tragen weiterhin maßgeblich dazu bei, das Infektionsgeschehen einzudämmen.

Die aktuelle Situation darf dennoch keine Begründung für ausgrenzende, beleidigende oder übergriffige Sprache sein, die Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung öffentlich diskriminiert und ausgrenzt. Als Anlaufstelle für Menschen, die ihren Alltag diskriminierungsfrei(er) gestalten möchten, appelliert der Ombudsrat dafür das Gespräch und nach Alternativen zu suchen! Es gibt keine „one-size-fits-all“-Lösung – auch nicht beim Thema Mund-Nasen-Schutz.

  •         Schützen Sie Menschen vor Anfeindungen und Bloßstellung.
  •         Zeigen Sie sich solidarisch.
  •         Werben Sie für die Verwendung eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum, soweit dies im Einzelfall – trotz   gesundheitlicher Einschränkungen – umsetzbar ist.
  •         Informieren Sie über Ausnahmeregelungen und
  •         Vermeiden Sie Drohkulissen, wie z.B.: durch die Androhung von Hausverboten oder rechtliche Schritte.
  •         Bleiben Sie freundlich.

 

September 2020

Gemeinsame Pressemitteilung der Antidiskriminierungsstellen in Bayern

Große Notwendigkeit für ein Landesantidiskriminierungsgesetz und eine Landesantidiskriminierungsstelle in Bayern

Regensburg/Würzburg, 29. September 2020

Die fünf bestehenden Antidiskriminierungsstellen in Bayern fordern die demokratischen Fraktionen des Bayerischen Landtags und die Bayerische Staatsregierung auf, ein Landesantidiskriminierungsgesetz zu verabschieden und eine Landesantidiskriminierungsstelle zu schaffen.

In Regensburg fand das zweite Vernetzungstreffen der Antidiskriminierungsstellen aus München, Nürnberg, Erlangen, Regensburg und Würzburg statt. Das Treffen findet jährlich auf Initiative des MigraNet Projekts der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten und Integrationsbeiräte Bayerns (AGABY) statt und setzt sich zum Ziel die wenigen in Bayern bestehenden Antidiskriminierungsstellen zu vernetzen. Das Treffen dient dabei als Austauschplattform für die unterschiedlichen Erfahrungen und Schwierigkeiten der Beratungsstellen, die Menschen beraten, die auf rassistische Weise oder aufgrund ihrer Herkunft, wegen ihrer Religion oder Weltanschauung, ihres Geschlechts, einer Behinderung, des Alters oder ihrer sexuellen Identität Diskriminierungen im Arbeitsleben und im Alltag erfahren.

Die Vertreter*innen berichten u. a. über die jährlich steigenden Beratungsanfragen. Sie bestätigen eine ähnliche Situation, wie es der diesjährige Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes beschreibt: Zunahme von Diskriminierung im Berufsleben, bei der Jobsuche und bei Alltagsgeschäften, wie der Wohnungssuche, beim Einkauf, in der Gastronomie oder bei Versicherungs- und Bankgeschäften.

Außerdem verzeichnen die Beratungsstellen viele Anfragen aus anderen Kommunen, die selbst keine Beratungsstellen betreiben.

Deshalb wünschen sich die fünf bayerischen Städte, die kommunale und unabhängige Antidiskriminierungsstellen eingerichtet haben, mehr Unterstützung auf Landesebene und fordern die bayerische Landesregierung auf, eine unabhängige Landesantidiskriminierungsstelle zu errichten, welche u. a. eine Koordinierungsrolle übernehmen soll.

Der Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt unterstützt die Forderung nach einer Landesantidiskriminierungsstelle: “Diskriminierung macht schließlich nicht an Stadt- oder Landkreisgrenzen halt. Mit einer derartigen Landesstelle des Freistaates hätten auch Bürgerinnen und Bürger eine Anlaufstelle, in deren Kommune es keine Einrichtung gibt. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung einzutreten.”

Solche Landesantidiskriminierungsstellen gibt es bereits in Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein, Berlin und Rheinland-Pfalz.

Die anwesenden Vertreter*innen begrüßen den Erlass des neuen Landesantidiskriminierungsgesetzes des Bundeslands Berlin, das das erste seiner Art ist und, flankierend zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), landesspezifische Regelungen beinhaltet und Regelungslücken des AGG schließen kann. Alle Beratungsstellen sind sich einig und erklären: „Das Land Berlin geht mit gutem Beispiel voran und nimmt seine Verantwortung für die Bekämpfung von Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wahr.“

„Für die Bekämpfung von Rassismen und Diskriminierungen und den ernsthaften Schutz und die Unterstützung der von Rassismus und Diskriminierungen betroffenen Menschen, muss die bayerische Staatsregierung einen Beitrag leisten und dies kann nicht nur am Rednerpult geschehen.“ ergänzt Hamado Dipama, Vorstandsvorsitzender des Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern.

Martin Becher, Geschäftsführer des Bayerischen Bündnisses für Toleranz, Demokratie und Menschenwürde, der als Gast an dem Treffen teilgenommen hat, ergänzt abschließend: „Die bestehenden kommunalen Beratungsstellen leisten einen wichtigen Beitrag für die Wahrung der Demokratie und der Menschenrechte und verdienen jedwede Unterstützung. Es ist wichtig, dass weitere Stellen hinzukommen und eine landesweite Verankerung der Antidiskriminierungsarbeit erfolgt.“

Bürgerschaftliche und unabhängige Strukturen, wie in Würzburg verwirklichen einen starken Diskriminierungsschutz und leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Demokratie“, ist sich Harald Ebert, der Sprecher des Würzburger Ombudsrates sicher.

 

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Mai 2020

Beratung auch in Krisenzeiten: Würzburger Ombudsrat – die unabhängige Antidiskriminierungsstelle für Würzburg ist erreichbar

Die unabhängige Antidiskriminierungsstelle für Würzburg, der Würzburger Ombudsrat, ist auch während der Corona-Zeit für die Menschen in Würzburg telefonisch und digital erreichbar. Wir beraten Menschen und Organisationen in Diskriminierungsfragen. Wir dokumentieren Diskriminierungsfälle und Verletzungen der Menschenwürde. Wir unterstützen Menschen in ihren Anliegen und vermitteln bei Bedarf weitere Unterstützung, um Lösungen für die Betroffenen zu finden.

Nicht nur in der Corona-Krise: alle Menschen in Würzburg im Blick behalten

Die Veränderungen und Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betreffen den Alltag von allen Menschen. Die Auswirkungen der aktuellen Situation sind jedoch nicht für alle gleich. In der aktuellen Situation und in den nächsten Wochen und Monaten, in denen sich das öffentliche Leben auf eine bisher unbekannte Art und Weise verändert, dürfen Menschen, die in unserer Stadt besonders gefährdet sind, Diskriminierung oder Ausgrenzung zu erfahren, nicht aus dem Blick geraten.

Menschenwürde und Diskriminierungssensibilität als Kompass

Benachteiligungen aufgrund von Alter, Gesundheit, (vermeintlicher) Herkunft, Religionszugehörigkeit oder sozialem Status dürfen nicht hingenommen werden. Rassismus, Antisemitismus, Feindseligkeit aufgrund sexueller Orientierung oder andere Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die Menschen ausgrenzen und in ihrem Menschsein angreifen, sind durch Corona nicht verschwunden. Umso wichtiger ist es, sich für eine Stadtgesellschaft zu engagieren, die soziale und gesellschaftliche Barrieren benennt und allen Menschen Teilhabe ermöglicht. Der Würzburger Ombudsrat setzt sich dafür weiterhin ein.

Kontaktieren Sie uns bei Diskriminierungsfällen

Auf der Webseite https://ombudsrat-wuerzburg.de gibt es mehr Informationen zur unabhängigen Antidiskriminierungsstelle für Würzburg. Auf dem Netzanrufbeantworter nehmen wir unter 0321 213 605 71 Anliegen entgegen und melden uns mit einem Termin sobald wie möglich zurück.

Ihr direkter Kontakt:
0321 213 605 71
(Netzanrufbeantworter)

Ihre Nachricht wird an alle Mitglieder des Sprecherrats / Ombudsrats weitergeleitet.

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